Kein Kredit für Portugal

Keine Kredite an den Staat in Portugal.

Der Staat bekommt in Portugal von den Banken keine Kredite bewilligt. Die Schuldenkrise scheint sich zuzuspitzen. Drei Institute haben angekündigt, in nächster Zeit keine Staatsanleihen zu kaufen, um damit den Staat dazu zu bekommen, Hilfe von der EU anzunehmen. Der politische Wahlkampf, der sich zudem gerade abzeichnet, erleichtert die Situation freilich nicht.

Der EU-Rettungsschirm wird für Portugal unausweichlich. Viele der Banken können am Interbankenmarkt kein Geld mehr leihen, wodurch sich die Ankündigung, in nächster Zeit keine Staatsanleihen mehr kaufen zu können, als logische Konsequenz daraus ergibt. Damit möchte man die Regierung in die Knie zwingen und sie so zur Beantragung der EU-Finanzhilfe verleiten.

Zumindest kurzfristig müsse sich der Staat um einen Kredit seitens des EU-Rettungsschirmes bemühen. Der Premierminister wehrt sich allerdings nach wie vor gegen diesen Schritt. Er möchte Portugal unbedingt davor bewahren. Auch das Defizit des Vorjahres musste von 7,3 auf 8,6 Prozent korrigiert werden – außer dem Premier glaubt in Portugal wohl niemand mehr daran, dass der Staat ohne externe Hilfe auskommen wird, so die „Presse“. Angeblich gehe es bei Überbrückungskrediten um 15 Milliarden Euro. Kommenden Freitag werden sich die Euro-Finanzminister in Ungarn treffen, um über eine Lösung der Situation in Portugal zu verhandeln.

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